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27.05.2014 - Übersicht | Drucken

Parteiloser Bewerber holt in Barntrup 54,5 Prozent gegen den Amtsinhaber

Lippische Landeszeitung vom 26.05.2014 - von Jens Rademacher


 
 
Jubel bei der CDU-Wahlparty | Foto: Rademacher
 
Barntrup. Faustdicke Überraschung in Barntrup: Der parteilose Jürgen Schell ist neuer Bürgermeister. Mit 54,52 Prozent gewinnt er die Wahl klar gegen Herbert Dahle (SPD), der auf 45,48 Prozent kommt.

"Damit hatte ich nicht gerechnet" ist denn auch der meistgesagte Satz an diesem Wahlabend in Barntrup. Einer sagt ihn nicht: Jürgen Schell. Als klar ist, dass der 47-Jährige die Bürgermeisterwahl gewonnen hat, betont er: "Ich habe eine Grundstimmung für einen Wechsel wahrgenommen." Der Jubel ist groß im Café am Park, wo sich auch die CDU trifft, die Schell unterstützt hat.
 

Schon früh liegt Schell vorn. "Wenn das so bleibt, ist es eine Sensation", heißt es bei der CDU. Das bleibt so: Schell gewinnt in 11 von 15 Stimmbezirken. Später, im Rathaus, hat er bereits die Glückwünsche von Herbert Dahle entgegengenommen. Dort kündigt der neue Bürgermeister, bislang Sachgebietsleiter bei der Stadt Paderborn, an, mit Bürgern, Rat und Verwaltung eine "Strategie 2020" für Barntrup entwickeln zu wollen. 

"Ich glaube, die Bürger waren der Meinung: Der war es lange genug", kommentiert Herbert Dahle – seit 1999 im Amt – seine Niederlage bei der SPD im "Cigarillo". An Schells Wahlsieg gebe es "nichts zu deuteln", sagt der 66-Jährige. Dass dieser im Wahlkampf junge Wähler mit neuen Medien angesprochen habe, könne eine Rolle gespielt haben. "Ich wünsche ihm alles Gute, weil Barntrup keinen Stillstand braucht."

Abgewählt
 
Im Rat haben sich die Mehrheitsverhältnisse kaum verschoben, und doch könnte die Arbeit schwieriger werden: Die CDU gewinnt einen Sitz hinzu, die FDP gibt einen ab. SPD und Grüne kommen zusammen auf 15 Stimmen, CDU, FDP und Bürgermeister kämen auf 14. Recht zufrieden zeigt sich SPD-Fraktionschef  Andreas Wilde. Er kündigt an, mit den Grünen kooperieren zu wollen. Mit dem neuen Bürgermeister wolle die SPD nun das  Gespräch suchen. "Das Urgestein Dahle galt als unbezwingbar", sagt Wilfried Düwel (CDU) und spricht dessen Verdienste um die Stadt an. Doch: "Ich freue mich riesig über den Wechsel." In den Rat komme nun Bewegung.

Henning Waltermann (Grüne) zeigt sich "ganz zufrieden" mit einem knappen Prozent mehr für seine Partei. Siegfried Ehlert (FDP) ist angesichts der Verluste "ein bisschen enttäuscht", ist aber froh darüber, dass die Liberalen den Fraktionsstatus behalten.




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